Palästina-Abend mit Sumaya Farhat-Naser

Palästina-Abend mit Sumaya Farhat-Naser

Werbung für den Frieden! Ein Rückblick von Helmut Kaiser.

Wir besuchten gestern Abend, Do 2.5.22, den Palästinaabend in CH-3700 Spiez mit Sumaya Farhat-Naser. Es ist immer wieder beeindruckend, wie sie mit unendlicher und hartnäckiger Geduld Projekte der konsequenten Gewaltlosigkeit initiiert, organisiert und durchführt.
Sie glaubt an den Frieden, hofft auf den Frieden und handelt für den Frieden. Das Gravierende in der jetzigen Situation ist, dass niemand über Palästina mehr spricht, sondern allein über den Krieg in der Ukraine, obwohl die Situation im Westjordanland sich laufend verschlechtert, bereits hochexplosiv ist und Biden all die Massnahmen von Trump nicht zurücknimmt, um die labile bestehende Regierung von Israel nicht zu gefährden. Ziemlich mit Frieden aufgeladen, wütend über das Vergessen von Palästina und hoffnungsvoll, weil es Personen wie Sumaya gibt, die weiterkämpfen, mache ich mit Bezug auf die Friedensarbeit von Sumaya Farhat-Naser Werbung für den Frieden.
Vorgelesen hat Sumaya Farhat-Naser aus ihrem Buch „Ein Leben für den Frieden, Basel 2017“ und zudem zeigte sie Bilder, welche die Schönheit der Natur und Landschaft bei Birzeit bei Ramallah zeigten sowie Bilder von Projekten zusammen mit Frauen und SchülerInnen. Drei ethische Prinzipien hat sie in diesem Zusammenhang genannt, welche ihre Friedenspädagogik bestimmen: Alle Menschen sind gleich. Alle Menschen sind anders. Jeder und Jede ist wunderbar.
Einen subtilen Hinweis mit hoher politischer Brisanz: Es war den Palästinensern lange verboten, ein Museum zu haben. Erst im Jahre 2016 wurde dieses in den nördlichen Hügeln von Ramallah eröffnet. Es scheint so, dass die Aufarbeitung von Geschichte mit dem Recht der PalästinenserInnen auf Land einseitige und ungerechte israelische Besitzansprüche auf Land radikal in Frage stellt.
Übrigens hat es im Westjordanland 7 Universitäten und 18 weitere hochschulbasierte Bildungseinrichtungen.
Ein wichtiger Hinweis am Schluss: Der Weltgebetstag 2024 kommt aus Palästina.

Helmut Kaiser, Spiez

Sumaya Farhat-Naser am 2. Juni 2022 in Spiez:
«Ich selbst werde den Frieden nicht mehr erleben, ebenso meine Kinder nicht. Aber ich halte an der Hoffnung fest, dass meine Enkelkinder es schaffen.»

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